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Florian Henckel
v. Donnersmarck:
Das Leben der Anderen
in
einer Bühnenversion von Albert
Ostermaier
Uraufführung der Luxemburger Fassung
Regie: Johannes Zametzer
Bühnenbild:
Christoph Rasche Kostüme: Ulli Kremer
Mit Luc Feit, Carsten Klemm, Germain Wagner und
Petra Zwingmann
Erklären muss man diesen Titel nicht mehr -
weltweite Anerkennung bis hin zum OSCAR beweisen: Drehbuchautor und
Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck hat einen Stoff gefunden, der
sofort packt. Albert Ostermaier, von 2003 bis 2009 Hausautor am Burgtheater Wien,
ausgezeichnet u. a. mit dem begehrten Kleist-Preis, hat nach dem Film ein
Stück geschrieben.
Inhalt
Ost-Berlin, Mitte
der 80er Jahre -
Sie sind das Vorzeigepaar der ostdeutschen Kulturszene: das Künstlerpaar
Georg Dreyman, ein erfolgreicher Dramatiker, und seine Freundin
Christa-Maria Sieland, eine gefeierte Schauspielerin. In ihr scheinbar von
der Politik unberührtes Leben bricht die Staatsmacht ein. Minister Hempf hat
sich in die Schauspielerin verliebt und setzt die Stasi auf Dreyman an, um
ihn aus dem Weg zu räumen. Den Auftrag zur Überwachung erhält der
linientreue Stasi-Offizier Gerd Wiesler, ein gefürchteter Verhörspezialist.
Er richtet sich auf dem Dachboden über Dreymans Wohnung eine Abhörzentrale
ein. Als ständiger unsichtbarer Zuhörer nimmt er nun am Leben der beiden
teil, und obwohl er sich heftig dagegen wehrt, wird er mehr und mehr in
ihren Bann gezogen und seine Loyalität zum Staat auf die Probe gestellt. Er
ist beeindruckt von dem Leben, das die beiden führen, beeindruckt von ihrem
kulturellen Umfeld und mehr und mehr löst er sich von seiner Aufgabe.
Endgültig wechselt er auf die Seite der anderen, als Dreyman anonym im
‚Spiegel’ einen Artikel über die ungewöhnlich hohe Selbstmordrate in der DDR
veröffentlicht, und er alles dafür tut, die Entdeckung Dreymans zu
verhindern. Als diese Dienstverweigerung auffliegt, ist seine Karriere als
Angehöriger des Ministeriums für Staatssicherheit beendet.
Albert Ostermaier lässt in seinem Stück seine vier
Protagonisten - Minister Hempf, Christa-Maria Sieland, Gerd Wiesler und
Georg Dreyman - über das sprechen, was im Film nicht unmittelbar sehen ist:
ihre inneren Befindlichkeiten, ihre Gefühle, die Gründe für ihr Verhalten.
Und der Zuschauer erfährt, ob und wie sich die drei Überlebenden 20 Jahre
nach dem Mauerfall in ihrem Leben einrichten konnten.
Pressestimmen
Ein beeindruckendes Theaterereignis war es. Ein Kunstwerk auch, mit
überragender Darstellungskunst, hervorragender Bühnengestaltung,
konsequenter Regie. Udo
Hildebrand, Schwarzwälder Bote, 17.10.2009
Albert Ostermaier nimmt das
Filmdrehbuch wie den Stoff einer antiken Tragödie und lässt diese als
Seelendrama von vier Personen neue aufarbeiten. Es ist ein Rückblick in die
Geschichte auf hohem sprachlichem Niveau.
Rudolf Kruse, Lingener Tagespost, 09.10.2009
Aus dem packendem Kino-Thriller
ist ein tiefschürfendes Bühnenstück voller Tragik und Leid entstanden, das
die Frage noch Opfern und Tätern, nach Liebe und Abhängigkeit, nach
Systemtreue und Verrat nicht einfach beantwortet, sondern in das gleißende
Licht der Fehlbarkeit und Verletzlichkeit der Menschen zerrt.
Die präzisen Leistungen der vier Schauspieler sind
beeindruckend. „Das Leben der Anderen“ ist im zwanzigsten Jahr der
Wiedervereinigung ein so anspruchsvoller wie beeindruckender Auftakt der
Theatersaison. Marion
Pfordt, Badische Zeitung, 22.10.2009
Absolut überragend spielt Luc Feit
mit ungemeiner schauspielerischer Bandbreite den zwanghaft-paranoiden
perfektionistischen Abhörspezialisten. Germain Wagner und Petra Zwingmann
spielen eindrucksvoll und überzeugend mit starkem Gespür für ihre Rollen.
Regisseur Johannes Zametzer ist ein großer Wurf
gelungen. Unbedingt sehenswert.
Jeff Baden, Luxemburger Wort, 28.09.2009
Ein eindringliches Stück voller
Fragen. Alois Koller,
Augsburger Allgemeine, 19.10.2009
Ein psychologisch subtiles
Kammerspiel, das das Publikum mitnimmt in die inneren Erlebniswelten der
Protagonisten. Vier Monologe, vier Perspektiven, die sich nach und nach
puzzleartig zu einem Gesamtbild fügen. Ein tiefgehendes Stück, das dank der
kompetenten Akteure den anhaltenden Applaus verdiente.
aww., Siegener Zeitung, 07.10.2009
Kleist-Preisträger Albert
Ostermaier stellte die Charakterfärbung und das Innenleben der Protagonisten
auf den Prüfstand. Das Schlussbild zeigt den am Leben verzweifelnden
Schriftsteller. In seiner Person spannt das Stück einen gelungenen Bogen in
die Gegenwart. Carsten Klemms furioses Spiel als Georg Dreyman beeindruckte
nachdrücklich. Wolfgang
Winter, Acher und Bühler Bote, 09.10.2009
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Plakat mit Luc Feit von Gío Löwe
Tourneezeitraum:
03.10.2009 - 27.11.2009
06.01.2010 - 15.01.2010
Produktion:
THÉÂTRE DES CAPUCINS Luxemburg
EURO-STUDIO Landgraf

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und andere Materialien downloaden...

Petra Zwingmann

Germain Wagner, Carsten Klemm
(Fotos: Christophe Olinger) |